Wilhem-Kaserne
Wien, Österreich - 2005

 
 
 

Bauherr
BIG Bundesimmobiliengesellschaft und Sozialbau

Nutzfläche
85000 m2


Die Hauptstrukturierung des Geländes erfolgt in Querrichtung und schafft so Durchlässigkeit. Daher verbindet und vermittelt die neue Bebauung zwischen den gewachsenen Vierteln im Süden und den neueren Gebäuden im Norden. Die Baublöcke werden abwechselnd durch Erschließungsplätze und Innenhöfe getrennt, gegliedert und rhythmisiert.
Die Höfe nehmen das Thema der seit dem Karl-Marx-Hof in der Wiener Tradition verankerten Wohnhöfe mit hoher Freiraumqualität auf. Niedrigere, quergestellte Bauten schließen die Höfe zur Straße hin und gewährleisten die Intimität der Wohnbereiche. Schmale Einschnitte lassen den Bezug zur Außenwelt nicht abreißen.
Diese polare Gliederung spiegelt sich auch in der unterschiedlichen Ausbildung der Platz- und Hof-Fassaden der Wohngebäude. Während die der Öffentlichkeit zugewandte Seite in ihrer Gestaltung streng und glatt ist, Freiräume in Form von Loggien sich in die Fassade zurückziehen, ist die intime Hof-Fassade weich und aufgelöst durch verspielt angeordnete Balkone.
Der Bürobaukörper am Kopfende des Gebietes bildet durch seine Höhenentwicklung und seine turmartige Ausbildung einen starken städtebaulichen Akzent.
Die am gegenüberliegenden Ende gelegene Fläche bleibt als grüner Block mit seinem hochwertigen Baumbestand erhalten. Das Volumen der Universität steht als Pavillon frei auf den Grundstück und bildet ein Pendant zum unter Denkmalschutz stehenden Offizierswohnheim.