Passerelle des Friedens
Lyon, Frankreich - 2014

Bauherr Communauté Urbaine de Lyon
Nutzfläche 220 m2
Baukosten 9.8 Euro
Wettbewerb 01 | 2008
Planungsbeginn 04 | 2009
Baubeginn 11 | 2011
Fertigstellung 03 | 2014

Die neue Fußgänger- und Fahrradbrücke verbindet den Parc de la Tête dOr mit dem Viertel Caluire-Cuire am rechten Ufer der Rhone. Der Park am linken Ufer ist eine der gröβten innerstädtischen Parkanlagen in Lyon, in welcher sich auch der Zoo befindet.
Die Cite International, ein Kongress- und Veranstaltungszentrum ist dem Park vorgelagert. Das Viertel Caluire-Cuire bietet hohes städtisches Entwicklungspotential, insbesondere für Tourismus und günstiges Wohnen.

Der Standort bildet den Auftakt für den Besucher, der Lyon mit dem Schnellzug, dem TGV, erreicht. Die neue Fußgängerbrücke schmiegt sich in die Landschaft. Sie bildet ein Bindeglied zwischen den beiden Niveaus an den Ufern, dem höher gelegenen Straßen Niveau und der tiefer liegenden Uferpromenade, die im Überschwemmungsbereich des Flusses liegt.

Die Brücke bildet einen Bogen mit extrem flachem Stich. Er wirkt äuβerst gespannt und gibt dem Bauwerk seine Eleganz. Die Bauteile sind in ihrer Belastung ausgereizt. Dickwandige Stahlrohre bilden einen Dreigurt, der an den Ufern eingespannt ist. Durch die Minimisierung der Elemente wird einen maximale Transparenz erreicht. Die Brücke wird Teil der Flusslandschaft.

Sie bietet unterschiedliche Querungsmöglichkeiten: den Obergurt entlang von oberem Kai zu Kai, der dem Bogen entlang führende Weg verbindet die Uferpromenaden.
In der Mitte des Übergangs vereinigen sich die Wege und bilden einen acht Meter breiten Platz, der zum Verweilen einlädt und die Brücke als einen öffentlichen Ort erlebbar macht. Hier sind auch Bänke installiert.

Die konstruktiven Teile der Brücke sind aus Stahl, die über Pfähle und Spannglieder gegründet sind. Der Belag aus Eichenbohlen ist durch das Integrieren von harzgebundenen Silexeinschlüssen rutschfest. Das Regenwasser rinnt direkt zwischen den einzelnen Bohlen in den Fluss.

Das Geländer setzt sich aus einem zwischen Pfosten gespannten Seilnetz aus Edelstahl und einem breiten Handlauf aus Holz bzw. entlang des Bogens einem Edelstahlrohr zusammen. Die Pfosten werden von doppelten Flachstählen gebildet.

Die LED-Beleuchtung ist im Handlauf einseitig integriert.
Die Bauteile wurden am Ufer zusammengesetzt und über ein Floss in die endgültige Position gedreht. Der hohe Vorfertigungsgrad erlaubt es, die Einrichtungen vor Ort gering zu halten und aufwändige Schweißnähte großteils im Werk unter optimalen Bedingungen herzustellen.


Zum Wettbewerbsprojekt
Video des Baus und der fertigen Brücke