Sozialer Wohnbau ZAC Claude Bernard
Paris, Frankreich - 2011

Bauherr Meunier Habitat Ile de France
Nutzfläche 8375 m2
Baukosten 12.87 M Euro
Wettbewerb 01 | 2008
Planungsbeginn 03 | 2008
Baubeginn 11 | 2009
Fertigstellung 11 | 2011

Das Gebäude ist Teil eines neuen Stadtviertels im Norden von Paris (19. Bezirk).
Die nach Süden orientierte Hauptfassade ist zum Boulevard Mac Donald ausgerichtet.
Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz wird durch die neue Ringlinie der Straßenbahn entlang der Boulevards Maréchaux ermöglicht. In diesem Stadterneuerungsgebiet entstanden neben Wohnbauten ein Schulzentrum, ein Altenheim sowie Büroflächen und Einkaufsmöglichkeiten.

Das zehngeschossige Gebäude umfasst eine Grundfläche von 45m x 32 m.
Ein Innenhof belichtet das Gebäude im Kern. Geschäftsflächen im Erdgeschoss sowie Büroflächen im 1. Stock ergänzen den Wohnbau. Alle Wohnungen sind zweiseitig orientiert. Jede Wohnung verfügt über einen großzügig dimensionierten Außenraum Loggien, Dachterrassen, Balkone. Die Außenräume vergrößern die Wohn-und Essbereiche. Die Loggien sind durch mobile Glaslamellen vor Lärm und Wind geschützt. Ihre Dimension erlaubt die komfortable Platzierung eines Tisches. Balkone und Terrassen haben Flächen bis zu 25 m2. Der Wohnbau bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypen vom Studio bis zur großen 4 und 5 Zimmer-Wohnung.
Der auf Modulen aufgebaute Grundriss ermöglicht die Zusammenlegung und Veränderung von Wohnungen.
Der Wohnbau ist mit einer 2-stöckigen Tiefgarage (78 Plätze), Lagerräumen und einem großen Fahrradraum ausgestattet. Ateliers für Kleinbetriebe mit einer offenen Höhe von 5 Metern wurden im Hof auf der Nordseite des Gebäudes angelegt. Ein Lieferbereich für Klein-LKWs ist vorgesehen.
Das Projekt bietet eine Durchmischung von Funktionen mit einer sehr hohen Dichte.

Fassade
Die gedämmte Außenhaut besteht aus Stegplatten (Polykarbonat). Die Platten haben 3 drei verschiedene Typen. (Transparent, transluzid, opak). Während hinter den Paneelen eine weiße Folie zur Vereinheitlichung der Fassade beiträgt, erhält die Fassade durch die unterschiedlich transparenten Oberflächen Tiefe. Das auf der Fassade reflektierende Licht verleiht dem Gebäude seinen besonderen Glanz. Die Fassade der Sockelzone, in welcher sich die Geschäftsflächen und Büros befinden, bestehen aus einer Komposition von Glas und Betonplatten. Die Fenster der Wohnungen sind mit einer 30cm hohen Brüstung ausgestattet. Die vertikalen Öffnungen ermöglichen eine gute Belichtung. Die durch Glaslamellen gebildeten Volumen der Loggias gliedern den Baukörper. Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern warmes Wasser.