Passerellen Braque, Chagall, Miro
Strassburg, Frankreich - 2008

Bauherr Stadt Strassburg
Baukosten 7.61 M Euro
Wettbewerb 2006
Planungsbeginn 09 | 2006
Baubeginn 05 | 2007
Fertigstellung 09 | 2008

Braque 45m Bogen, 112m Rampe
Chagall 39m Bogen, 112m Rampe
Miro 40m Bogen, 87m Rampe

Das Grundstück ist durch sein städtebauliches Umfeld geprägt. Die Mole, die dem Binnenhafen von Strasbourg diente, ist eine minerale Plattform. Die Gebäude auf dieser Halbinseln erinnern an die industrielle Nutzung der Mole.
Die Fußgängerbrücken heben sich in ihrer Sprache davon ab. Sie integrieren sich in die Promenade des Nordufers und erweitern die Wegeführung. Sie kontrastieren durch ihre leichte Bauweise die schwere Bebauung der Mole und valorisieren den städtischen Charakter.
Die Fußgängerbrücken sind für die Benutzer sowohl von der Straßenbahnhaltestelle als auch von den Uferpromenaden aus ersichtlich. Sie führen den Fußgänger und den Fahrradfahrer zur Überquerung. Kein konstrukives Element überragt den Gehbelag um eine starke Differenzierung mit den industriellen Kränen herzustellen.

Um die Kohärenz des Ortes zu bewahren, formen die 3 Fußgängerbrücken eine « Brückenfamilie ». Sie sind in der Spannweite und der Länge der Rampen leicht verändert und passen sich den drei Standorten an. Jede Fußgängerbrücke setzt sich aus 2 Bändern zusammen, die unterschiedliche Arten der Überquerung ermöglichen. Eine direkte Überquerung auf dem Bogen ist den Fußgängern vorbehalten.
Ein etwas längerer Parcours, der auf die vom Ufer führenden Rampen führt und behindertengerecht ist, ist für Fahrradfahrer und Fußgänger mit Kinderwägen vorgesehen. Die einzelnen Bänder variieren in der Breite von 1,80 m und 2,50m. Die Druchfahrtsquerschnitt für Schiffe mit einer Höhe von 3,85 m und einer Breite von 16m bzw. 8 m wurde ebenfalls berücksichtigt.