Dreiländerbrücke
Weil-am-Rhein (D), Huningue (F), Deutschland - 2007

Bauherr Stadt Weil-am-Rhein und Commune des Trois Frontières
Baukosten 8.9 M Euro
Wettbewerb 2001
Planungsbeginn 2003
Baubeginn 06 | 2006
Fertigstellung 06 | 2007

230 m Freie Spannweite
248 m Länge ohne Rampen
72 m Rampe Weil am Rhein
26 m Rampe Huningue

Die « Hauptstrasse » in Weil am Rhein und die « Rue de France » in Huningue liegen auf einer Achse. Die bestehende Sichtverbindung zwischen den beiden Ländern soll erhalten bleiben. Die Passerelle wird deshalb an die Achse gestellt und nicht in die Achse, wodurch der Blick auf das gegenüberliegende Ufer durch die Passerelle verstellt werden würde. Die Brücke begleitet die Achse. Die optische Verbindung wird durch die physische ergänzt. Die Brücke anwortet in ihrer Gestalt auf diese Position.

Der Bogen
Den Rhein in einem Bogen zu überspannen hat einen hohen Symbolgehalt. Es handelt sich um eine einduetige Geste, die in der weiten Landschaft des Flusses eine starke Verbindung zwischen den beiden Ländern symbolisiert. Der durch seinen geringen Stich extrem flache Bogen gibt der Form ihre grosse Spannung und Eleganz. Die technische Herausforderung ist ablesbar. Die Tragkonstruktion aus Stahl ist im Querschnitt asymmetrisch und öffnet sich zur Achse. Das Haupttragelement ist ein vertikaler Bogen, der aus zwei sechseckigen Rohren zusammengesetzt ist. An diesem Bogen lehnt sich an der Spudseite ein einfacher Bogen an. Durch die Neigung des Bogens wird die Sichtachse erweitert. Die Auflager des Bogens befinden sich im Uferbereich, wodurch das Flussbett weitgehend ungestört bleibt.


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