Umbau und Erweiterung des öffentlichen Schwimmbads in der Kibitzenau
Strassburg, Frankreich - 2014

Bauherr CUS
Nutzfläche 6501 m2
Baukosten 21.5 M Euro
Wettbewerb 09 | 2010
Planungsbeginn 01 | 2011
Baubeginn 10 | 2012
Fertigstellung 07 | 2014

Das Schwimmbad des Stadtviertels Kibitzenau in Straßburg, das erstmals im Jahr1965 eingeweiht wurde, verfügt über ein olympisches Becken mit 8 Bahnen. Neben der Funktion als öffentliches Schwimmbad wird das Bassin von den Leistungsschwimmern der Region Elsass sowie der örtlichen Wasserballmannschaft genutzt.
Im Zuge der Renovierung wurde das Becken mit Edelstahlblech ausgekleidet, der Zugang zum Schwimmbad und die Halle verlegt und die Büros und Aufenthaltsbereiche neu organisiert. Großzügige Verglasungen in der Eingangshalle und dem Zugang zur Tribüne geben den Blick auf die Außenbereiche, das Becken und die große Liegewiese frei.
Von der neuen, im Nordosten situierten Eingangshalle aus werden die Umkleiden für Einzelpersonen und Gruppen sowie über das erste Obergeschoss der Veranstaltungsbereich, die Tribünen, die Cafeteria, die Büros und der Fitnessraum erschlossen.
Ein als Garten gestalteter Innenhof sorgt für die natürliche Belichtung der innenliegenden Bereiche des ersten Obergeschosses. Die im Boden des Hofes integrierten 6 Oberlichter sorgen für Tageslicht in den Umkleiden.
Die im Zuge der Renovierung freigelegte Betonstruktur der Schwimmhalle wird durch den Farb und Materialeinsatz betont. Schwarze Fliesen, Glas, weiße textile Bespannung an Wänden und Decken, das Edelstahlbecken und der in den öffentlichen Bereichen schwarze geschliffene Asphalt, betonen die Struktur.

An der Südfassade wurde der Bestand um einen Familienbereich mit Planschbecken und Lehrschwimmbecken erweitert. Die Fassade öffnet sich nach Süden zu einer großzügigen Holzterrasse. Die Westfassade der Erweiterung ist durchgehend verglast und unterstreicht die visuelle Kontinuität mit der Haupthalle.
Die beiden Bereiche sind durch Öffnungen in der tragenden Trennwand verbunden und erlauben einen Überblick über das Bad. Durch Glasschiebeelemente können die beiden Bereiche getrennt werden.
Das Olympiabecken mit einer Größe von 50 x 20m und einer variablen Tiefe von 205 cm bis 120 cm und ist durch eine im Beckenboden integrierte Wand teilbar. Diese aufblasbare und begehbare Wand erlaubt die Trennung des großen Beckens und eine Nutzung für Wasserball bzw. als 25m Becken. Gleichzeitig ist der Bereich für das Wasserball ist mit einem vertikalen textilen Netz abschließbar. Der seichte Bereich kann für Aktivitäten wie Aquabike genutzt werden.

Im Innenraum sind die räumlichen Beziehungen offen. Innenverglasungen ermöglichen die Einsicht des Schwimmbads von den Wartebereichen in der Halle und im 1. Obergeschoss. Die Tribünen sind vom Foyer aus zugänglich. Eine Glaswand trennt den Veranstaltungsbereich im 1. Obergeschoss und die Tribünen. Sie können je nach Nutzung dem Schwimmbad oder dem Publikum zugeordnet werden.
Die Fassaden sind großteils transparent. Die opaken Bereiche sind mit polierten großformatigen Paneelen aus Edelstahlblech 135 x 450cm - verkleidet, das den natürlichen Bewuchs der Umgebung widerspiegelt.


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