Donauuniversität
Krems, Österreich - 2005

Bauherr FAVIA repräsentiert von NÖ Hypo Bauplan
Nutzfläche 16675 m2
Baukosten 34.4 M Euro
Wettbewerb 11 | 2001
Planungsbeginn 02 | 2002
Baubeginn 07 | 2003
Fertigstellung 08 | 2005

Die drei Bestandteile des Ensembles – Donauuniversität (DUK), Fachhochschule (IMC) und Zentrum für Film – bilden einen zusammenhängenden Campus. Die architektonische und visuelle Übereinstimmung der Einzelbereiche dient der Campusidee.

Strukturierende Elemente

Die neue Haupterschliessungsachse Ost – West mit einer Breite von 4m bildet das Rückgrat, an welchem die allgemeinen Bereiche wie Audimax, Mensa und Bibliothek angeordnet sind. Sie verbindet die DUK mit dem IMC und dem studentischen Wohngebiet sowie der fussläufigen Verbindung entlang des Alaunbachs.

Das Audimax am westlichen Ende der Achse markiert den Zugang zum Campus von der Dr. Karl Dorrek Strasse. Er findet sein Gegenüber im bestehenden Kesselhaus, das als Kino ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier erweitert sich der Raum zu einem zentralen Platz.

Das Hauptgebäude bleibt als solches klar erkennbar. Die Erweiterungsbauten der DUK folgen dem grundrisslichen Prinzip von drei Ost-West ausgerichteten Bauteilen. Diese Bauteile nehmen die Gebäudeflucht des Bestands auf. Stege verbinden den Bestand und den Neubau im 1. OG. Es entsteht eine in Nord-Süd Richtung offene Struktur mit vielfältigen Ausblicken auf die Weinhänge.

Die topografische Situation erlaubt die Errichtung einer zweiten Bezugsebene. Der Übergang dieses Niveaus zum bestehenden Gelände ist kontinuierlich. Diese Ebene ist als Freiraum mit begehbarem Holzbelag gestaltet, der den Instituts- und Gemeinschaftsbereichen (Bibliothek, Mensa) zugeordnet ist. Sie bildet die Decke der im Erdgeschoss angeordneten Bauteile. Einschnitte in Form von Höfen – intime Gärten - ermöglichen eine gute Belichtung der anliegenden Räume.

Die Baukörper

Die Institutsbereiche des DUK und der Laborbereich - in sich geschlossene Baukörper
Die Institutsbereiche der DUK und der Laborbereich sind in sich geschlossene Baukörper, die auf der Struktur des zweigeschossigen transparenten Sockels liegen.
Es handelt sich um in sich geschlossene Strukturen, die auf den Betonscheiben der Treppen sowie den Stützen auflagern.
Das konstruktive System erlaubt die Auskragung der Bauteile im Norden.

Das IMC

Das Hauptgebäude des IMC befindet sich auf der Wieden im Anschluss an das „Studentische Wohnen “. In seiner Ausformung entspricht dieser Baukörper dem Konzept der Gebäude der DUK:
Eine transparente zweigeschossige Sockelzone für den „öffentlichen“ Bereich, überlagert von einem Baukörper, der den internen Bereichen gewidmet ist.Weitere Bereiche des IMC befinden sich im östlichen Gebäudeteil der DUK, der auch die Labors beinhaltet. Dadurch wird der räumliche Zusammenhang zwischen dem der Fachhochschule zugeordneten Bereich, dem Institut für Biotechnologie, und den Labors hergestellt.

Das Zentrum für Film

Das Zentrum für Film stellt eine in sich geschlossene Einheit dar. Das Kesselhaus, das den Vorführsaal beinhaltet, und ein dem Kesselhaus gegenüber liegendes punktförmiges Gebäude, bilden die beiden Hauptelemente. Sie sind durch die Filmgalerie im Untergeschoss miteinander verbunden. Das Zentrum für Film und das Kesselhaus bilden einen gemeinsamen, diesen Bereichen zugeordneten Platz.

Das Audimax – ein Grenzstein

Der Festsaal ist ein monolithischer Baukörper. Seine Aussenwände sind aus Sichtbeton. Dem filigranen Erscheinungsbild der Institute wird ein massiver Gegenpol am Eingang des Campusgeländes gesetzt.


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