LKH Klagenfurt Neu
mit Müller + Klinger, priebernig "P" ZTgmbh; FCP ZT-GmbH, Österreich - 2003

 
 
 

Bauherr
Landeskrankenhaus Klagenfurt

Nutzfläche
50867 m2


Dem Entwurf für das LKH Klagenfurt Neu liegen drei primäre Zielsetzungen zu Grunde:

1 die Einbettung des neuen LKH in die Natur und in die umgestaltete Fluss- (Au-) Landschaft der Glan, mit einem starken visuellen Bezug der Räume zu den 12 Themengärten und zum Grünraum. Durch die geringe Gebäudehöhe werden die Krankenzimmer und Erschließungshallen zu gesundheitsstimulierenden Lichttherapieräumen. Die horizentale Teilung der Fassaden und die Rückstaffelung der Baukörper zur Landschaft unterstreichen die Erdverbundenheit und Einbindung des Gebäudes in die Umgebung.

2 die Gestaltung eines funktionell schlüssigen Ensembles mit einfacher Wegführung und guter Orientierung durch zwei zentrale Erschließungszonen:

· eine gerade Südspange für die ambulanten Patienten und
· eine geschwungene Mittelspange für die Pflegebereiche und deren Besucher.

Die Struktur des Gebäudes ermöglicht die gute Erreichbarkeit und logische Verknüpfung der medizinischen Spezialbereiche mit den klinischen Fachzentren entlang der geraden Südspange. Der modulare Aufbau des CMZ entspricht den Anforderungen der ambulanten Nutzung der klinischen Fachzentren. Die Pflegestationen sind ebenso konsequent den klinischen Fachbereichen zugeordnet. Die klare Bauphasengrenze und der modulare Aufbau des Chirurgisch Medizinischen Zentrums entsprechen dem zweistufigen Bauprozess.

Das neue Logistikzentrum ist städtebaulich Teil des Gesamtensembles. Die Ver- und Entsorgung der medizinischen Bereiche durch das Logistikzentrum erfolgt entlang des Hauptrückgrats der Südspange. Dabei knüpft das U-Gang System logisch an die modulare Gebäudestruktur an.

3 die schlüssige räumliche und funktionelle Verdichtung und Erweiterung des Chirurgisch Medizinischen Zentrums im Süden des Gebäudes (im Bereich der vorhandenen Gebäude der Nuklearmedizin, Chirurgie Ost und Strahlentherapie).

Das neue CMZ ist architektonisch klar strukturiert mit räumlich ablesbaren Funktionseinheiten, einfacher Orientierung durch die Gliederung der Baumassen in überschaubare Zonen und gut proportionierten Höfen. Mit der von uns vorgeschlagenen „dritten Baustufe“ können neben einer weiteren Verdichtung der Therapie- und Fachzentren die städtebaulichen Leerräume zwischen Strahlentherapie, Chirurgie Ost, Nuklearmedizin und der Dr. Franz Palla Gasse einem architektonischen Gesamtensemble zugeführt werden.

Landschaftsgestaltung · Themengärten
12 Themengärten unterstreichen die Struktur des LKH Neu. Dabei handelt es sich um intime Freiräume zwischen den Pflegeeinheiten, die durch vielfältige Bepflanzung thematisiert sind. Jeder Garten wird durch seine spezifische Gestaltung und Farbe charakterisiert und dient der leichten Orientierung innerhalb des Gesamtkomplexes.
Die 6 Doppelgärten prägen von Ost nach West 6 einheimische Leit-Baumarten, Pflanzen, Farben, Symbole und Stimmungen.